

Was sind Bettwanzen?
Die Bettwanze (Cimex lectularius) gehört zur Familie der Plattwanzen (Cimicidae) und hat sich im Laufe der Evolution als Zivilisationsfolger zu einem klassischen Parasiten entwickelt. Ein erwachsenes Tier kann in der Größe zwischen 4-6 mm (vor Nahrungsaufnahme) und bis zu 9 mm (nach Blutmahlzeit) variieren. Vor Erreichen des adulten Stadiums durchläuft die Wanze mehrere Nymphenstadien und Häutungen, für die sie jeweils eine Blutmahlzeit benötigt, um die nötige Energie für diese Entwicklung bereitzustellen/aufzubringen. Die Eier und Nymphen der Wanze sind meist so klein, dass Sie kaum mit bloßem Auge zu erkennen sind.
Wie sehen Bettwanzenstiche aus?
Häufig wird der Stich selbst gar nicht wahrgenommen, die darauffolgende Hautreaktion kann jedoch von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Es können gerötete und juckende Pusteln, Quaddeln oder sogar Blasen von wenigen mm bis mehreren cm Durchmesser entstehen. Einige Individiuen reagieren gar nicht auf die Stiche, was sich aber nach wiederholter Stichbelastung ändern kann. Die Hautreaktionen kommen nicht selten zeitverzögert – bis zu 8 Tagen – vor.
Die Stiche sind gruppenweise oder aneinandergereiht angeordnet, können aber auch vereinzelt auftreten. Nicht zu vergessen ist, dass gerade in den Sommermonaten eine Reihe anderer Insekten als Verursacher von Stichen infrage kommen kann, was eine Diagnose anhand der Hautreaktion schwieriger macht.
Wo befinden sich Bettwanzen?
Bettwanzen saugen Blut und sind nachtaktiv. Durch ihren flachen Körperbau können sie besonders gut in engen Zwischenräumen Unterschlupf finden, wo sie sich vor dem Tageslicht zurückziehen. Daher ist es oft, selbst für das geschulte Auge, schwierig einen Befall ausfindig zu machen. Erst bei größerem Aufkommen der Tiere sind dann deren Spuren nachweisbar und manchmal auch einzelne Exemplare sichtbar. Häufige Verstecke sind: Bettgestelle, Lattenroste, Matratzensäume, Nachttische, Fußleisten, Steckdosen, Bohrlöcher, Holzdielenzwischenräume, Kabelkanäle und Stromanschlüsse.
Wie verbreiten sich Bettwanzen?
Seit den 1990er ist weltweit ein kontinuierlicher Anstieg von Bettwanzenbefällen zu verzeichnen. Vermutlich ist dieses Phänomen einerseits der vermehrten (nationalen und internationalen) Reisetätigkeit, sowie Migration zuzusprechen. Wohnen Reisende in befallenen Unterkünften, können sich in einzelne Exemplare im Gepäck verstecken und werden unbemerkt mit nach Hause genommen. Andererseits können Bettwanzen auch durch den Erwerb von Gebrauchtwaren (Matratzen, Möbel, Bilderrahmen…) über das Internet oder vom Flohmarkt eingeschleppt werden. Zusätzlich wird immer häufiger von Insektizidresistenzen berichtet und andere wirksame Insektizide wurden aufgrund von Umwelt- und Gesundheitsgründen vom Markt genommen.
Wieso ist eine schnelle Bekämpfung so wichtig?
Jedes ausgewachsene Weibchen kann täglich zwischen 1-12 Eier ablegen, während der gesamten Lebenszeit etwa 200-400 Stück. Nach etwa 7 Tagen schlüpfen die Nymphen und durchlaufen im Schnitt innerhalb von fünf Wochen alle fünf Entwicklungsstadien zum adulten Insekt. Durch die ständige Eiablage der Weibchen können aus einigen wenigen eingeschleppten Tieren schnell große Kolonien mit mehreren hundert Bettwanzen und Nymphen entstehen.
Daher sollten bei Verdacht auf einen Wanzenbefall die betroffenen Räumlichkeiten mit einem Hund abgesucht werden, um gegebenenfalls zeitnah eine Behandlung einleiten zu können. Die von den Wanzen zur Kommunikation verwendeten Pheromone erlauben es den Spürhunden, die Insekten selbst bei geringem Befall zuverlässig aufzuspüren.
Was sollen Sie tun, wenn Sie einen Befall befürchten?
Sollten Sie einen Bettwanzenbefall in ihren eigenen vier Wänden vermuten, kann der Zeitpunkt der Einschleppung schon einige Zeit zurückliegen. Die Stichsymptomatik kann oft erst nach einigen Wochen einsetzen, wenn die Bettwanzen sich vermehrt haben und eine größere Anzahl an Tieren Blut saugen.
Wie bereits erwähnt ist es sehr schwer den Rückzugsort der Wanzen selbst ausfindig zu machen. Erst bei einem stärkeren Befall kann man Kotspuren oder abgestriffene Häute der sich entwickelnden Nymphen entdecken. Oft sind die Stiche ein zuverlässigerer Hinweis darauf, dass sich ungebetene Gäste im Haus befinden.
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